Berlin IGS Maifeld

Eine interessante Woche in Berlin

Am 23. Februar 2026 machten sich die Sozialkundekurse der Jahrgangstufen 12 und 13 der IGS-Maifeld auf den Weg in die deutsche Hauptstadt, um dort ihren politischen Horizont zu erweitern.

Gern nahmen sie die weite Strecke mit dem ICE auf sich. Nach sechs Stunden kamen die Schüler, bereits voller Vorfreude auf den ersten Programmpunkt, an. Sofort begaben sich die Oberstufler in die Gedenkstätte Hohenschönenhausen, welche ein altes Staatssicherheitsgefängis darstellt. Dort erfuhren sie viel wissenswertes über das alltägliche Leben eines Gefangen in der Anstalt. Den Montag beendete die Gruppe mit einem abendlichen Vortag im Bundestag. Eine Mitarbeiterin des Bundestags informierte die Jugendlichen über die Arbeite eines Abgeordneten und dessen Aufgaben außerhalb des Plenarsaals.

Ebenfalls hielt der zweite Tag der Studienfahrt einen strikten Tagesablauf für die zukünftigen Abiturienten bereit. Leider konnte das geplante Treffen mit der Bundestagsabgeordneten Mechthild Heil nicht stattfinden, weshalb ein informatives Gespräch mit Heils Assistentin geführt wurde. Dabei ging es hauptsächlich um Menschenrechte und Heils berufliche Herausforderungen. Danach war eine ausgewogene Stärkung nötig. So speiste man im

Besucherrestaurant des Bundestags, welches mehrere Gerichte zur Auswahl stellte. Daraufhin brachen die Berlinenthusiasten auf, um einen Vortrag über Desinformation in der EU zu lauschen. Im Fokus standen Themen wie der Umgang mit Falschinformationen und die verschiedenen Arten von Fakenews.

Am Mittwoch setzten die Schülerinnen und Schüler ihr Programm nach dem Frühstück fort. Zunächst besuchten sie das Museum in der Kulturbrauerei, wo sie während einer Führung mehr über den Alltag in der ehemaligen DDR erfuhren. Anschließend begab sich die Gruppe zur Stiftung Berliner Mauer in der Bernauer Straße. Dort erhielten die Jugendlichen spannende Einblicke in die Geschichte der deutschen Teilung sowie in die persönlichen Schicksale vieler Republikflüchtlinge.

Der Donnerstag begann früh mit dem Besuch der Reichstagskuppel. Von dort aus konnten die Oberstufenschüler nicht nur einen Blick über Berlin werfen, sondern auch mehr über die Bedeutung des Gebäudes erfahren. Danach führte der Weg zur Ausstellung „Topographie des Terrors“, die sich mit den Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes beschäftigt. Am Nachmittag nahmen die Teilnehmer schließlich an einem äußerst spannenden Planspiel zum Parlamentarismus teil und konnten dabei selbst politische Entscheidungen zum Thema „Wehrpflicht“ simulieren. Selbst der Bundeskanzler kam im Planspiel zu Wort.

Am Freitag stand zunächst eine Informationsveranstaltung im Bundesministerium des Innern auf dem Programm. Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in aktuelle politische Themen und Aufgaben des Ministeriums. Anschließend trat die Gruppe die Rückreise nach Koblenz an und ließ die erlebnisreiche Woche in Berlin noch einmal Revue passieren.

Ein großer Dank für die finanzielle Unterstützung der Studienreise geht an den Bundestag, die Landesregierung von Rheinland-Pfalz, die Sparkasse Mayen sowie den Förderverein der IGS-Maifeld.

Artikel von J. Rothweiler und L. Münch